Ländlermusik herunterladen

In der Sammlung stehen viele Notenblätter gratis zum Download zur Verfügung. Um 1800 spielten wenige Einheimische ein Instrument wie Hackbrett, Zither, Geige oder Klarinette. Fahrende Musikanten zogen von Ort zu Ort und spielten für ein warmes Essen, einen Becher Schnaps oder einen Platz zum Schlafen. Ihre Instrumente – Klarinette, Geige und Basset, eine Mischung zwischen Cello und Kontrabass – tönten bescheiden, trotzdem waren diese Kapellen beliebt. Durch die in den 1830er-Jahren gegründeten kantonalen Militärmusikkorps mit den neuen Ventil-Blasinstrumenten bildeten sich zahlreiche Dorfmusikvereine. Sie waren oft die einzige Möglichkeit an ein Instrument zu gelangen und es zu erlernen. Die besten Bläser spielten in Fünfer-, Siebner-, Neuner- oder Zwölferbesetzung. Sie wurden als «Bauernkapellen» bezeichnet. Erstmals konnte sich ein regionaler Musikstil entwickeln. Zwischen 1922 bis 1938 nahm Sepp Stocker in Zürich, Paris und London über 400 Stücke auf Schallplatten auf und verkaufte sie erfolgreich. «Durch den berühmten Klarinettisten und Ländlerkomponisten Kasimir Geisser, 1899 in Goldau geboren, etablierte sich die Klarinette als melodienführendes Instrument und die Besetzung seiner Kapellen mit Klarinette, zwei Handorgeln und Bass wurde zum Standard für spätere Ländlerformationen», so Markus Brülisauer, Leiter des Hauses der Volksmusik. Der Klarinettist Dani Häusler und der Akkordeonist Markus Flückiger gründeten 1996 die Gruppe Pareglish. Sie spielten neben Volksmusik aus Finnland oder dem Balkan, auch Reggae, Klezmer, Jazz und Rock.

Mit der Gründung der Formation Hujässler (ein anderes Wort für Schränzer, Hudiggägeler) 1998 stellten Häusler und Flückiger die Schweizer Volksmusik auf den Kopf. Ländler-Standards und traditionellen Ländlerstücke erweiterten die Hujässler in Harmonik, Rhythmik und Phrasierung mit Techniken aus Klassik und Jazz. Bald kamen Eigenkompositionen dazu. So frech wie der Name der Formation, so frisch und witzig tönte und tönt ihre Musik, ganz im runden, urchigen Innerschwyzer Stil. Die Medien prägten dafür den Begriff «Neue Volksmusik». 1829 erfand Cyrill Demian in Wien das «Accordion». Bereits 1836 entstand in Langnau die erste Handharmonika der Schweiz, das «Langnauerli».